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0 Griechische Lautlehre
Ablaut
Auslautregeln
Elision
Ersatzdehnung
Halbvokale Jod & Digamma
Konsonantenhäufung
Vokalkontraktion
Krasis
Quantitätentausch
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Ablaut |
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Neben dem Gebrauch von Suffixen
(z.
B. Kasusendungen, Personalendungen) und Präfixen (z. B. Augment,
Reduplikation)
ist der so genannte Ablaut das
wichtigste Mittel der Formenbildung.
Hierbei
handelt es sich um eine regelmäßige
Veränderung des
Stammvokals. Beide Mittel der Formenbildung treten auch im
Deutschen in
Erscheinung
tritt.
Bildung
ohne Ablaut:
Die Formenbildung erfolgt ausschließlich
durch die Suffixe -en,
-te,
-t,
bzw. dem Präfix ge-.
Die Stämme zeig- bzw. lieb- hingegen bleiben in allen Formen unverändert.
Bildung mit
Ablaut:
Hier erfolgt die Formenbildung vor
allem durch Ablaut, d.
h. durch die
Veränderung des Stammvokals: e <-> a
<-> o
bzw. i
<-> a <-> o. Die
Möglichkeiten der Veränderungen des Stammvokals
(Ablautreihen) sind im
Deutschen weitaus zahlreicher als im
Griechischen. Bei der Formenbildung des Griechischen treten
lediglich folgende Ablautreihen
in Erscheinung:
In der Schwundstufe der 1.
Ablautreihe erscheint unter Einfluss
der
Liquid- bzw. Nasallaute (-λ-, -ρ-, -ν-) der
Stützvokal -α-:
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Auslautregeln |
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Allgemeine Auslautbeschränkung
Bewegliche Endkonsonanten
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Elision |
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| Elision
bezeichnet den Ausfall der
kurzen Endvokale -α-, -ε-, -ι- und -ο- vor
vokalischem Anlaut. ist der KennzeichenApostoph
(z. B. ἀλλὰ ἐγώ > ἀλλ’ ἐγώ). Die stimmlosen Verschlusslaute -κ-, -π- und -τ- werden vor spiritus asper assimiliert und zu den entsprechenden aspirierten Verschlusslauten -χ-, -φ- und -θ- umgebildet (z. B. ἀπὸ ἵππων > ἀπ’ ἵππων > ἀφ’ ἵππων; μετὰ ὑμῶν > μετ’ ὑμῶν > μεθ’ ὑμῶν). Im Wortinneren wird die Elision nicht durch den Apostroph gekennzeichnet (z. B. ἀπὸ-ἦσαν > ἀπ-ῆσαν). |
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Ersatzdehnung |
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Als Ersatz
für den Ausfall eines Konsonaten
(v. a. von -σ-, -ν-
und -j-)
wird der vorausgehende kurze Vokal
in einigen Fällen gedehnt.
Die Dehnung von -ε- und -ο-
wird dabei in der Schrift durch die "unechten" Diphthonge -ει- und -ου-
wiedergegeben. Durch Ersatzdehnung wird:
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Halbvokale Jod & Digamma |
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Die beiden
Halbvokale -j-
und -Ƒ-
sind im attischen Dialekt durchweg geschwunden.
Für die Formenbildung
sind jedoch insbesondere die Nachwirkungen
des ursrünglichen -j- als
Präsens- bzw.
Komparativsuffix
von Relevanz. Das -j- ist:
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| Konsonantenhäufung |
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Beim Zusammentreffen von mehreren Konsonanten wird die
ansonsten schwer
auszusprechende Konsonantengruppe zur
leichteren Aussprache
vereinfacht. Hierfür wird der erste Konsonant entweder ausgestoßen oder
dem zweiten angeglichen, i. e. assimiliert.
Bei Verschlusslauten gelten
folgende Regeln:
Der Nasal -ν- wird in folgender Weise angeglichen:
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| Vokalkontraktion |
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| Treffen im Wortinneren zwei Vokale bzw. Vokal und Diphthong
aufeinander, so werden
beide in einen langen Vokal
oder Diphthong
zusammengezogen, i. e. kontrahiert.
Es gelten folgende Regeln: 1. Diphthonge und Langvokale verschlingen gleichartige Kurzvokale:
2. Zwei gleichartige Kurzvokale fließen in ihre Länge zusammen und werden zu "unechten" Diphthongen:
3. Bei der Kontraktion von A-Lauten und E-Lauten setzt sich der voranstehende durch:
4. O-Laute setzten sich stets gegenüber A-Lauten und E-Lauten durch:
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Krasis |
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Bei der Krasis handelt es sich um eine Vermischung des Endvokals und des Anlautes zweier aufeinander
folgender Wörter. Sie wird durch die so genannte Koronis anzeigt. Diese entspricht dem Zeichen des spiritus lenis und steht über der betroffen Silbe. Die
Krasis tritt vor allem bei folgen Ausdrücken in Erscheinung:
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| Quantitätentausch |
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| Die Vokalfolge -ηο- (langer
Vokal + kurzer Vokal) wird durch die Vertauschung
der Quantitäten zu -εω-
(kurzer
Vokal + langer Vokal) umgebildet.
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